Weniger Gründungen größerer Betriebe

() – Im ersten Quartal wurden in Deutschland weniger größere Betriebe neu gegründet als im Vorjahresquartal. Der Rückgang belief sich auf 5,5 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Auswertung der Gewerbemeldungen am Freitag mit.

Demnach gab es insgesamt rund 33.100 neue Betriebe, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Im Gegensatz dazu lag die Zahl neu gegründeter Kleinunternehmen im ersten Quartal mit rund 51.200 um 39,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Zahl der neu gegründeten Nebenerwerbsbetriebe stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 3,3 Prozent auf rund 88.300. Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen nahm um 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf rund 208.600 zu. Zu den Gewerbeanmeldungen zählen neben Neugründungen von Gewerbebetrieben auch Betriebsübernahmen (zum Beispiel Kauf oder Gesellschaftereintritt), Umwandlungen (zum Beispiel Verschmelzung oder Ausgliederung) und Zuzüge aus anderen Meldebezirken, so die Statistiker.

Die Gesamtzahl der vollständigen Gewerbeaufgaben war im ersten Quartal 2023 mit rund 141.900 um 16,8 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Rund 28.900 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung gaben ihr Gewerbe vollständig auf. Das waren 12,3 Prozent mehr als im ersten Quartal 2022. Die Zahl der aufgegebenen Kleinunternehmen stieg um 29,9 Prozent auf rund 56.100. Damit wurden trotz des starken Anstiegs bei den Gewerbeanmeldungen mehr Kleinunternehmen aufgeben als neu gegründet.

Die Zahl der aufgegebenen Nebenerwerbsbetriebe nahm um 8,2 Prozent auf rund 56.900 zu. Die Zahl der Gewerbeabmeldungen bei den Gewerbeämtern lag im ersten Quartal 2023 mit rund 176.200 um 13,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bei dieser Gesamtzahl handelt es sich nicht nur um Gewerbeaufgaben, sondern auch um Betriebsübergaben (zum Beispiel Verkauf oder Gesellschafteraustritt), Umwandlungen oder Fortzüge in andere Meldebezirke, so das Bundesamt.

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